Joachim

Trainingsfahrt

Um den Elberadweg komplett zu fahren, sollte man schon einigermaßen fit sein. Seit Anfang Juni trainiere ich daher mit mehr oder weniger umfangreichen Touren. Dies ist nun eine etwas längere Tour. Ursprünglich auf 192 km geplant entspricht dies etwa der erste Etappe von Cuxhaven nach Boizenburg. Geplant war die Tour mit mit Fähre Lühe/Wedel über die Elbe. Die war aber bis auf Weiteres wegen technischer Probleme außer Betrieb. Also musste ich in Cranz übersetzen, wodurch die Tour dann 20 km länger wurde. Am Sperrwerk der Krückau angekommen, musste ich feststellen, dass auch dieses außer Betrieb war. Also noch einmal einen Umweg über Elmshorn fahren, um über die Krückau zu kommen. So wurden aus den geplanten 192km dann am Ende 239km.

Es war alles in Allem eine gute Fahrt. Sonning und kaum Wind. Aber 8 1/2 Stunden auf der Sitzschale sind dann doch eine ganz schön lange Zeit. Insgesamt war ich, auch bedingt durch die Wartezeit an der Fähre, knapp zwölf Stunden unterwegs.

Nummer 4 lebt

Das ist es nun: Das vierte Rad. Meine Erkenntnisse und Erfahrungen aus den ersten drei Rädern sind hier eingeflossen und weiterentwickelt worden. Dieses Rad ist gedacht für lange Reisen mit Gepäck über 20 kg. Die Stabilität und der Komfort standen bei der Entwicklung im Vordergrund. Zugegeben… Es ist durch das dicke Hauptrahmenrohr kein Leichgewicht. Aber was spielt das für eine Rolle, wenn allein der Koffer mit vollem Gepäck über 30 kg auf die Waage bringt. Die beiden Akkus im Koffer mit insgesamt 48 Ah reichen locker für über 200 km. Wer an Details zur Kontruktion interessiert ist, sollte sich „Projekt 4“ ansehen.

Rad Nr. 4

Es geht wieder los

Nach sechs langen Jahren widme ich mich nun endlich wieder dem Bau eines neuen Liegerads und damit auch wieder meinem Blog.

In der Zwischenzeit habe ich natürlich auch an den bestehenden Rädern herumgebastelt und die eine oder andere längere Tour unternommen. Mit Überschreitung des sechzigsten Lebensjahrs und damit der mehr oder weniger erfolgreichen Bewältigung der Folgen männliche Midlive-Krisen konnte ich mich im letzten Jahr mit gutem Gewissen in die Riege der hilfsmotorunterstützten Senioren einreihen: Mein Liegerad wurde mit einem Hinterrad-Nabenmotor ausgestattet. Und was soll ich sagen? … Es ist absolut geil. Nie wieder ohne. Was aber nicht heißt, dass ich nun fauler geworden bin. Die Tagesstrecken sind einfach nur länger geworden. So bin in im letzten Herbst an einem Tag von Cuxhaven über Hamburg nach Timmendorfer Strand (254km) gefahren. Am nächsten Tag dann die „kurze Stecke“ über Glücksstadt (180km) zurück. läuft…

Für das nächste Jahr habe ich mir vorgenommen, die 1270 Kilometer des Elbe-Radweg von der Kugelbake in Cuxhaven bis an die Quelle im Riesengebirge abzufahren. Neun Tage sind dafür geplant (Man muss es ja nicht übertreiben). Zu diesem Zweck wird im Winter 2020/21 ein neues Liegerad entstehen, das konsequent als Reiserad konzipiert wird. Das heißt, es bekommt einen etwas kräftigeren Rahmen, möglichst bequeme Federung und zusätzlich zu dem bereit am driten rad verbauten Reisekoffer noch die ein oder andere Staumöglichkeit direkt am Rahmen. Alle Kabel und Bowdenzüge werden möglichst im Rahmen bzw im Lenker geführt. Die Befestigung für das Iphone sowie der USB-Anschluss werden ebenfalls so konstruiert, das sie sich in das Design des Bikes integrieren. Ein größere Kettenblattgarnitur mit 38/48/58 Zähnen für angenehmes Cruisen darf natürlich auch nicht fehlen. Wie gewohnt das ganze aus Edelstahl, allerdings diesmal unlackiert belassen. Ich werde die Produktion hier detailiert dokumentieren, wenn ich nicht wieder vergesse, die entscheidenden Phasen zu fotografieren.