Die Idee

Wie kam ich dazu, ausgerechnet Liegeräder zu bauen? So genau weiß ich das eigentlich gar nicht mehr. Es waren mehrere Faktoren, die nach und nach die Idee aufkommen ließen. Nachdem vor einiger Zeit mein geliebtes Peugeot-Rad unfreiwillig den Besitzer wechselte, indem es eines Nachts aus meinem Fahrradkeller verschwand, besorgte ich mir einen billigen Ersatz aus einer bekannten Warenhauskette. Einmal hin, alles drin. Dämliche Entscheidung. Nach gut zwei Jahren war das Rad im wahrsten Sinne des Wortes fertig.

Liegeräder haben mich schon lange fasziniert, aber zu einem Kauf konnte ich mich nie richtig durchringen. Der Traum, irgendwann mal einen Oldtimer zu restaurieren, scheitert immer wieder an der notwendigen Zeit und einem Platz in der Garage, der dafür dauerhaft blockiert wird. Also musste ein Hobby her, dass zwar auch meine tief in mir schlummernde Handwerkerseele weckte und zeitlich, so dachte ich zumindest, im zumutbaren Bereich liegt. So reifte langsam die Idee, mit ein Liegerad zu bauen.

Also begann ich Anfang 2009 zu recherchieren, wie so ein Liegerad aussehen sollte. Ich schaute mir bei vielen Herstellern die Modelle an, verglich, wägte ab und begann, mein eigenes Rad zu konstruieren. Ich legte mir ein WIG-Schweißgerät (3-2-1-Meins) zu, mit dem ich sowohl Alu als auch Edelstahl schweißen konnte und frischte die Schweißkenntnisse aus meiner Maschinenschlosserlehre auf. Nach fast 30 Jahren tat ich mich damit erwartungsgemäß relativ schwer. Die Idee, eventuell einen Alu-Rahmen bauen zu können, legte ich dabei sehr schnell adakta. Mit einem 500 € – Gebraucht-Gerät vernünftige Aluschweißungen zu machen, mit denen man sich später auch auf die Straße wagen kann, ist wohl eine unerfüllbare Wunschvorstellung, zumindest für mich. Also Edelstahl. Der Vorteil gegenüber einfachem Stahl liegt dabei auf der Hand: Edelstahl sieht geil aus braucht nicht lackiert zu werden. Spätere (kleinere) Änderungen am Rahmen sind folglich auch möglich, ohne alles gleich neu lackieren zu müssen. Dazu kommt natürlich die höhere Bruchfestigkeit. Im März 2009 war es dann soweit: Der Bau konnte beginnen. Als völliger Laie in Sachen Fahrradbau habe ich mich an das Projekt gewagt. Inzwischen (im Juli 2011) habe ich das zweite Rag fertig, habe einige Ideen gehabt, umgesetzt, wieder verworfen, neu konstruiert usw. Die Erfahrungen, die ich in der Zeit gemacht habe, möchte ich in diesem Blog mit der Welt, also Euch, teilen. Solltet Ihr von den Seiten gelangweilt sein oder sie einfach nur blöd finden, schließt die Seite einfach wieder und behaltet es für Euch. Wenn Ihr aber das Eine oder Andere Interessant und nützlich findet, würde ich mich über positive Resonanz und Lobeshymnen freuen.

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